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Prof. Dr. Rainer Heß, LL.M.

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29.01.2018

Unfallversicherungsschutz bei schulisch veranlassten Gruppenarbeiten auch außerhalb der Schule – BSG Urteil B 2 U 8/16 R

Das Bundessozialgericht (BSG) hat in einer viel beachteten Entscheidung ausgeführt, dass ein Schüler, der im Rahmen einer schulischen Arbeit stürzt und sich schwer verletzt, Anspruch auf Unfallversicherungsschutz hat. Auch schulisch initiierte Gruppenarbeiten außerhalb des Schulgeländes nach Unterrichtsschluss unterliegen der gesetzlichen Unfallversicherung.

Im Fall ging es darum, dass drei Schüler im Musikunterricht gemeinsam ein Videoclip erstellen sollten. Da die Gruppe im Unterricht diesen Clip noch nicht fertigstellen konnte, traf man sich mit Billigung der Musiklehrerin nach Unterrichtsschluss im häuslichen Bereich eines Mitschülers zum Abschluss der Dreharbeiten. Hierbei kam es zum Streit, bei dem der klagende Schüler auf dem Heimweg von einem der Klassenkameraden schwer verletzt worden ist. Wie die Vorinstanzen entschied das Bundessozialgericht, dass der Unfall vom Wege-Unfallversicherungsschutz erfasst war. Es handelt sich nicht um schlichte „Hausaufgaben“, für die kein Versicherungsschutz besteht, sondern um eine schulisch veranlasste Gruppenarbeit, die auch dann unter Unfallversicherungsschutz steht, wenn diese Arbeit nach Schulschluss außerhalb des Schuldgeländes stattfindet.

BSG Urteil vom 23.01.2018 – B 2 U 8/16 R

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