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Prof. Dr. Rainer Heß, LL.M.

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21.03.2017

Stundenverrechnungssätze - BGH Urteil VI ZR 182/16

Der BGH hat mit dem aktuellen Urteil vom 07. Februar 2017 seine Rechtsprechung zu dem Werkstattverweis bei fiktiver Abrechnung bestätigt und konkretisiert. Bei Fahrzeugen, die älter als 9 Jahre sind, kann der Verweis auf eine technisch gleichwertige „freie“ Fachwerkstatt dann unzumutbar sein, wenn der Geschädigte konkret darlegt, dass er sein Fahrzeug bisher stets in einer markengebundenen Werkstatt hatten warten und reparieren lassen (ständige Rechtsprechung seit BGH Urteil vom 28.04.2015 – VI ZR 267/14).

Allerdings ist nach der neuen Konkretisierung des BGH keine Unzumutbarkeit für den Geschädigten mehr gegeben, wenn das über 9 Jahre alte Fahrzeug zwar stets in einer markengebundenen Fachwerkstatt repariert, dort aber in den letzten Jahren vor dem Unfall nicht mehr gewartet worden ist. Unter diesen Umständen ist bei der benannten fiktiven Abrechnung der Verweis des Schädigers auf eine „freie“ gleichwertige Fachwerkstatt für den Geschädigten nicht unzumutbar.

BGH Urteil vom 07.02.2017 – VI ZR 182/16

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