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Prof. Dr. Rainer Heß, LL.M.

Rechtsanwalt
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10.02.2017

Unfallmanipulation- OLG Hamm Urteil 9 U1/16

Das OLG Hamm hat in einem weiteren Urteil gegen die Unfallmanipulation Stellung genommen. Verabredet der Eigentümer die Beschädigungen seines Fahrzeuges durch ein manipuliertes, mit einem Mietwagen bewusst herbeigeführten Unfall, erhält er keinen Ersatz für den an seinem Fahrzeug entstandenen Schaden.

Darüber hinaus weist das OLG zu Recht auch darauf hin, dass er zusätzlich auch die Reparaturkosten für den beschädigten Mietwagen zu tragen hat.

Das OLG bejaht eine Unfallmanipulation, weil sich durch das unfallanalytische Sachverständigengutachten ergeben hat, dass der Unfall nicht, wie vom Kläger behauptet, in einer Vorwärtsfahrt, sondern in einer Rückwärtsfahrt beschädigt worden ist. Die Indiztatsachen wiesen eindeutig darauf hin, dass der Kläger in die Beschädigung seines Fahrzeuges eingewilligt hat.

Das Urteil liegt auf der Linie der Rechtsprechung zur Unfallmanipulation, die im Rahmen einer „Gesamtschau“ festgestellt werden muss.

OLG Hamm - Pressemitteilung zum Urteil vom 22.11.2016 – 9 U 1/16

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