Diese Webseite verwendet Cookies

Wir verwenden Cookies, um Ihnen die richtigen Inhalte für Ihre Sprache und Geräte anzuzeigen (Notwendig), für Sie ausgewählte Inhalte zu präsentieren (Präferenzen), die Zugriffe auf unsere Website zu analysieren (Statistiken) und Ihnen auch auf anderen Websites unsere besten Sonderangebote unterbreiten zu dürfen (Marketing).

Mit Klick auf „Alle akzeptieren“ willigen Sie in die Verwendung von Cookies ein. Sie können Cookies einzeln auswählen und durch Klicken auf "Konfiguration speichern" akzeptieren. Sie können Ihre Cookie-Einstellungen jederzeit in der Fußzeile unter "Cookie-Einstellungen" ändern oder widerrufen. Detaillierte Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Diese Cookies sind für die Funktionalität unserer Website erforderlich und können nicht deaktiviert werden (z.B. SessionCookies).

Google reCAPTCHA ist ein Dienst von Google, mit dem überprüft werden kann, ob es sich bei einem User auf unserer Seite um einen Menschen oder einen Bot handelt. Das soll sicherstellen, dass keine Bots automatisiert auf der Webseite interagieren.

Cookies helfen uns bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Mehr erfahren.

Ticker

Prof. Dr. Rainer Heß, LL.M.

Rechtsanwalt
Fachanwalt für Verkehrsrecht
Fachanwalt für Versicherungsrecht

Anfrage

zurück zur vorherigen Seite

27.12.2016

Restwertermittlung - BGH Urteil vom 27.09.2016 - VI ZR 673/15

Die in der Sachschadensabrechnung nach einem Verkehrsunfall wichtige Frage der Restwertermittlung war wieder Gegenstand einer BGH-Entscheidung. Der BGH bestätigt seine bisherige Rechtsprechung zu dieser Problematik.

Zwar muss sich der Geschädigte auch bei der Verwertung des beschädigten Fahrzeuges im Rahmen der wirtschaftlichen Vernunft bewegen. Er leistet aber in der Regel dem Wirtschaftlichkeitsgebot  genüge, wenn er die Veräußerung seines beschädigten Fahrzeuges zu dem Preis vornimmt, den ein Sachverständiger korrekt als Wert auf dem allgemeinen regionalen Markt ermittelt hat (BGH – VI ZR 316/09).

Insbesondere ist der Geschädigte nicht verpflichtet, über dieses Sachverständigengutachten  hinaus, noch eine eigene Marktforschung zu betreiben bzw. die Angebote anderer, auch räumlich entfernterer, Interessenten einzuholen (BGH – VI ZR 119/09) oder einen Sondermarkt für Restwertaufkäufer im Internet in Anspruch zu nehmen.

Der BGH erteilt auch dem OLG Köln (NJW-RR 2013, 224) insoweit eine Absage, als dass der Geschädigte nicht gehalten ist, dem Schädiger oder dessen Haftpflichtversicherung vor der Veräußerung des beschädigten Fahrzeuges Gelegenheit zu geben, zum eingeholten Gutachten Stellung zu nehmen und ggf. bessere Restwertangebote vorzulegen. Unabhängig davon muss sich der Geschädigte allerdings einen tatsächlich erzielten, über dem ermittelten Restwert liegenden Mehrerlös anrechnen lassen, wenn hierfür keine überobligationsmäßigen Anstrengungen erforderlich waren. Insofern ist es der Schädigerseite unbenommen, im Rahmen einer möglichst frühzeitigen Kontaktaufnahme dem Geschädigten günstigere Verwertungsmöglichkeiten zu unterbreiten, die dieser ohne Weiteres wahrnehmen kann und die ihm auch zumutbar sind (BGH – VI ZR 316/09).

Der BGH meint auch nach wie vor, dass der regionale Markt als Bezugspunkt auch im Hinblick auf die allgemeine Zugänglichkeit von online-Gebrauchtwagenbörsen nicht überholt ist. Hieran ändere auch nach Auffassung des BGH nichts, dass in der Zwischenzeit der Fahrzeughandel über online-Gebrauchtwagenbörsen üblicher geworden ist.

BGH Urteil vom 27.09.2016, VI ZR 673/15

 

zurück zur vorherigen Seite