Cookies helfen uns bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Mehr erfahren.

Ticker

Prof. Dr. Rainer Heß, LL.M.

Rechtsanwalt
Fachanwalt für Verkehrsrecht
Fachanwalt für Versicherungsrecht

Anfrage

zurück zur vorherigen Seite

19.08.2021

Begrenzung des Nutzungsausfalles durch allgemeines Risiko des Geschädigten- OLG Düsseldorf Urteil I-1 U 119/20

Die Wiederbeschaffungsdauer für den verunfallten Alfa Romeo 156 2.O Distinctive (Erstzulassung 2002) betrug nach einem 2. Gutachten zwischen 45 und 90 Tagen (Unikat). Am 03.06.2015 (Unfall am 13.05.2015) erwarb der Kläger einen gebrauchten Alfa Romeo 156 2.0 und baute weiteres Zubehör ein, um das Fahrzeug in einem dem verunfallten Fahrzeug entsprechenden Zustand zu bringen. Das angeschaffte Ersatzfahrzeug fiel aufgrund eines Getriebeschadens längere Zeit aus.

Das OLG wies die dadurch geltend gemachte längere Nutzungsausfallzeit ab. Es liegt nichts mehr im Verantwortungsbereich des Schädigers, dass das Ersatzfahrzeug Defekte aufwies. Dies gehört zum allgemeinen Risiko des Geschädigten. Dieser wäre auch bei einer Weiternutzung des Unfallfahrzeuges nicht gegen das Auftreten von Defekten gefeilt gewesen.

Letztlich handelt es sich um eine zutreffende wertende Abwägung zwischen dem Unfallrisiko (Schädiger) und dem allgemeinen Risiko (Geschädigter).

OLG Düsseldorf Urteil vom 13.04.2021 - I-1 U 119/20

zurück zur vorherigen Seite